Wie is(s)t Deutschland 2040? Neue Nestlé-Studie zeigt Ernährungstrends der Zukunft
Klimawandel, Gesundheitsvorsorge und Künstliche Intelligenz werden unsere Ernährung bis 2040 maßgeblich verändern. Das zeigt die neue Nestlé-Zukunftsstudie. Dabei gewinnen Versorgungssicherheit, stabile Lieferketten und nachhaltige Lebensmittelproduktion an Bedeutung. Entwicklungen, die auch neue Perspektiven für die regionale Land- und Ernährungswirtschaft eröffnen.
Wie werden wir im Jahr 2040 essen? Welche Lebensmittel werden verfügbar sein und welche Erwartungen stellen Verbraucherinnen und Verbraucher an ihre Ernährung? Diesen Fragen widmet sich die neue Nestlé-Zukunftsstudie „Wie is(s)t Deutschland 2040?“. Gemeinsam mit Fachleuten wurden fünf mögliche Zukunftsbilder entwickelt und anschließend von 1.581 Menschen in Deutschland bewertet.
Die Untersuchung identifiziert drei wesentliche Einflussfaktoren: den Klimawandel, eine zunehmende Gesundheitsorientierung und den wachsenden Einsatz Künstlicher Intelligenz.
Versorgungssicherheit gewinnt an Bedeutung
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Nachhaltigkeit wird künftig nicht mehr ausschließlich unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet. Vielmehr rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie die Versorgung mit hochwertigen und bezahlbaren Lebensmitteln auch unter veränderten klimatischen Bedingungen gewährleistet werden kann.
68 Prozent der Befragten erwarten, dass Klimawandel und Krisen Lebensmittel knapper, teurer und Lieferketten anfälliger machen. Gleichzeitig sind 65 Prozent überzeugt, dass nachhaltige Ernährung nur dann erfolgreich sein kann, wenn entsprechende Angebote bezahlbar, verfügbar und attraktiv bleiben.
Damit gewinnen widerstandsfähige landwirtschaftliche Produktionssysteme, innovative Lebensmittel und verlässliche Wertschöpfungsketten an Bedeutung.
Regionale Wertschöpfung als wichtiger Zukunftsbaustein
Für die Land- und Ernährungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen ergeben sich daraus interessante Perspektiven. Regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung können dazu beitragen, Wertschöpfung vor Ort zu sichern, Lieferketten vielfältiger aufzustellen und die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk, Industrie und Handel zu stärken.
Zwar untersucht die aktuelle Nestlé-Studie die Bedeutung regionaler Lebensmittel nicht gesondert. Ihre Ergebnisse zur Versorgungssicherheit und Widerstandsfähigkeit des Ernährungssystems unterstreichen jedoch die Relevanz funktionierender regionaler Wertschöpfungsketten.
Gerade Nordrhein-Westfalen verfügt mit seiner vielfältigen Landwirtschaft, dem Lebensmittelhandwerk und einer leistungsfähigen Ernährungsindustrie über wichtige Voraussetzungen, um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Gesundheit und neue Technologien verändern die Ernährung
Neben dem Klimawandel werden Gesundheitsvorsorge und Digitalisierung die Ernährung der Zukunft prägen. 67 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie sich gesünder ernähren sollten. Zugleich wächst das Interesse an individuell zugeschnittenen Ernährungskonzepten.
Auch Künstliche Intelligenz könnte künftig stärker in den Ernährungsalltag eingebunden werden: 46 Prozent befürworten ihren Einsatz als persönlichen Ernährungsberater. Gleichzeitig möchten Verbraucherinnen und Verbraucher die Kontrolle über ihre Entscheidungen behalten.
Genuss und Gemeinschaft bleiben unverzichtbar
Bei allen Veränderungen zeigt die Studie eine bemerkenswerte Konstante: 92 Prozent der Befragten betrachten Essen als wichtige Quelle des Genusses, 81 Prozent verbinden es mit Gemeinschaft.
Die Ernährung der Zukunft muss damit viele Anforderungen gleichzeitig erfüllen: gesund, nachhaltig, verfügbar, bezahlbar und vor allem schmackhaft sein.
Fazit: Die Nestlé-Zukunftsstudie macht deutlich, dass Ernährung künftig stärker von Klimaanpassung, Versorgungssicherheit und individuellen Bedürfnissen geprägt sein wird. Für Nordrhein-Westfalen liegt darin die Chance, regionale Wertschöpfungsketten weiterzuentwickeln und die Vielfalt heimischer Lebensmittel als wichtigen Bestandteil einer zukunftsfähigen Ernährung zu stärken.
Quelle: Nestlé-Zukunftsstudie 2026 „Wie is(s)t Deutschland 2040?“
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